Investmentfonds

Im Laufe der Zeit macht sich jeder so seine Gedanken, in welche Geldanlagen er sein Vermögen investiert. So bieten die Banken ihren Kunden eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten an, beginnend mit dem altbekannten Sparbuch bis hin zu Tages- und Festgeldkonten. Als Alternative dazu investieren Bankkunden aber auch zunehmend in Investmendfonds, was auch damit zu tun hat, dass diese durch Zahlung der vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers bespart werden können und so der Einzelne diese Geldanlage auch nebenbei laufen lassen kann, ohne selbst einen eigenen Sparbeitrag leisten zu müssen. Zusätzlich dazu erhält der Anleger bei dieser Vorsorge mit Fonds auch eine staatliche Zulage von maximal 72 € im Jahr, wenn er einerseits den Höchstbetrag von 400 € in den Vertrag einzahlt und andererseits die Einkommensgrenzen für den Erhalt dieser Zulage nicht überschreitet.

Bei einem Investmentfonds, dessen rechtliche Grundlagen sich in Deutschland im Investmentgesetz wiederfinden, handelt es sich um eine Geldanlage, wo der Anleger sein Geld einer Investmentfirma überlässt, die für ihn Anteile an Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder am Geldmarkt erwirbt. Meist sind diese Investmentfirmen Teil von Banken oder Sparkassen. Aber auch durch freie Fondsvermittler oder durch direkten Erwerb bei einer Investmentgesellschaft kann der Anleger Anteile erwerben. Zuvor wird aber die genaue Anlagestrategie vorab mit dem Anleger besprochen bzw. fest vereinbart. Grundsätzlich müssen Investmentfirmen aber bei der Geldanlage für ihre Kunden die Risikostreuung beachten. Damit ist gemeint, dass die Anteile nach Möglichkeit nicht nur in eine Aktie oder nur in Immobilien erworben werden sollen. Das hat für den Anleger auch den Vorteil, dass er durch diese Risikostreuung sein Anlagerisiko reduziert.

Dieses Risiko ist im Gegensatz zu einer Festgeldanlage tatsächlich gegeben. Denn wie auch der Handel mit Aktien unterliegt auch die Anlage in einen Investmentfonds dem Kursrisiko. Erwirbt der Anleger seine Anteile z. B. schwerpunktmäßig in europäische Aktien, so reduziert sich der Wert des Fondsanteils dann, wenn die Kurse für europäische Aktien fallen. Ein weiterer Nachteil bei Investmentfonds besteht darin, dass der Erwerber von Fondsanteilen kein Stimmrecht bei den Hauptversammlungen von Akteingesellschaften hat. Dieses Stimmrecht übt allein die Kapitalanlagegesellschaft aus.

ETF - börsenhandelbare Fonds

ETF (kurzform von Exchange Traded Funds) sind eine neue Form von Investmentfonds, die - trotz Finanzkrise - einen wahren Boom erleben. Im Grunde handelt es sich bei ETF, um eine an der Börse handelbare Variante, der bekannten Indexfonds. Jedoch ist es mittlerweile auch möglich ETF - neben Aktienindizes - auch auf Rohstoffe und Emerging Markets zukaufen.